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Gran Torino

(Gran Torino; USA/AUS, 2008)


 
Filmverleih (D) : Warner
Filmverleih (USA) : Warner
Kinostart (D) : 05. März 2009
Kinostart (USA) : 09. Januar 2009

Länge: 116 min.

FSK:       MPAA:       Bildformat: 

Regie:
Clint Eastwood

Produzent:
Clint Eastwood
Bill Gerber
Robert Lorenz

Buch:
Nick Schenk

Schnitt:
Joel Cox
Gary D. Roach

Kamera:
Tom Stern

Musik:
Kyle Eastwood
Michael Stevens


Besetzung:
Clint Eastwood   ............................   Walt Kowalski
Christopher Carley   ............................   Father Janovich
Bee Vang   ............................   Thao Vang Lor
Ahney Her   ............................   Sue Lor
Brian Haley   ............................   Mitch Kowalski
Geraldine Hughes   ............................   Karen Kowalski
Dreama Walker   ............................   Ashley Kowalski
Brian Howe   ............................   Steve Kowalski
John Carroll Lynch   ............................   Barber Martin
William Hill   ............................   Tim Kennedy

Inhalt:
Walt Kowalski (Clint Eastwood) hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner fällt ihm nicht viel mehr ein, als ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten – einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit. Er traut niemanden – wenn er etwas zu beichten hätte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen. Seine früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Jetzt wohnen in seiner Umgebung Migranten des Hmong-Volks aus Südostasien, die er nicht ausstehen kann. Alles, was er um sich herum wahrnimmt, macht ihn wütend: die schiefen Regenrinnen, die verfilzten Rasenflächen und die Ausländergesichter in der Nachbarschaft; das perspektivlose Leben der jugendlichen Hmongs, Latinos und Schwarzen, die das Viertel wie selbstverständlich für sich beanspruchen; seine erwachsenen Kinder, die er als unreif erlebt und die ihm fremd geworden sind. Walt bleibt nichts übrig, als den Rest seines Lebens einfach auszusitzen. Bis jemand eines Nachts seinen 1972er Gran Torino zu klauen versucht...

Kritik:
Ganz entgegen der voreiligen und schlecht recherchierten Meldung einer großen deutschen Boulevardzeitung mit vier Buchstaben handelt es sich bei „Gran Torino“ nicht um den fünften Teil der bekannten „Dirty Harry“-Reihe von und mit Clint Eastwood, sondern man hat vielmehr den Eindruck, dass der Altstar hier mit seinem „Dirty Harry“-Klischee abrechnen möchte. Dementsprechend könnte man den Streifen auch mehr als Sozialdrama bezeichnen, bei dem Themen wie soziale Missstände, Rassismus und markige „Eastwood“-Sprüche im Vordergrund stehen und weniger die Action.

Gerade von den sozialdramatischen Aspekten kann „Gran Torino“ punkten und der ruhige, aufbauende und nachvollziehbare Erzählstil baut eine spannende Geschichte auf, die nicht nur Clint Eastwood-Fans, sondern auch Freunde des dramatischen und anspruchsvollen Films ansprechen könnte.

[rk]