Filmdatenbank - DVD Reviews - Filmkritiken - Filmreviews - Kinonews - Kinostarttermine
 
 







 
Suchen nach  in   

Main | Reviews | DVD

Ein wahres Verbrechen

(True Crime; USA, 1999)


 
Filmverleih (D) : Columbia TriStar/ Warner
Filmverleih (USA) : Warner
Kinostart (D) : 29. April 1999
Kinostart (USA) : 19. März 1999
DVDstart (Code 1) : 10. August 1999
DVD-Verkauf ab : 29. Oktober 1999

Länge: 127 min.

FSK:       MPAA:       Bildformat: 

Regie:
Clint Eastwood

Produzent:
Clint Eastwood
Tom Rooker
Lili Fini Zanuck
Richard D. Zanuck

Buch:
Larry Gross
Paul Brickman
Stephen Schiff
nach einer Vorlage von Andrew Klavan

Schnitt:
Joel Cox

Kamera:
Jack N. Green

Musik:
Lennie Niehaus


Besetzung:
Clint Eastwood   ............................   Steve Everett
Isaiah Washington   ............................   Frank Louis Beachum
Lisa Gay Hamilton   ............................   Bonnie Beachum
James Woods   ............................   Alan Mann
Denis Leary   ............................   Bob Findley
Bernard Hill   ............................   Warden Luther Plunkitt
Diane Venora   ............................   Barbara Everett

Inhalt:
Der heruntergekommene Zeitungsreporter Steve Everett (Clint Eastwood) wird unfreiwillig mit der Reportage über einen Todeskandidaten betraut. Dieser sitzt im kalifornischen Staatsgefägnis St. Quentin ein und wartet auf die Vollstreckung seiner Strafe. Ihm wird angelastet, eine schwangere Frau erschossen zu haben.
Als Everett sich intensiver mit dem Fall beschäftigt, kommen ihm Zweifel an der Schuld des farbigen Sträflings Frank Beachum (Isaiah Washington). Um seine Zweifel auf handfeste Beweise zu stützen und womöglich einen Freispruch des Häftlings zu erwirken, bleibt Everett ein Tag. Ein Tag, der ihn zudem noch mit familiären und zwischenmenschlichen Problemen konfrontiert.

Kritik:
Clint Eastwoods Regiearbeit behandelt ein heikles Thema – insbesondere für das amerikanische Publikum: die Frage nach der Legitimation der Todesstrafe, des von der Regierung gebilligten Tötens.
Allerdings ist Altstar Clint Eastwood mit diesem Film weder ein eindeutiges noch ein effektives Plädoyer gegen die Todesstrafe gelungen. Eine konkretere und schlüssigere Behandlung dieses Gegenstandes präsentieren Filmen wie „The Last Dance“ und „Dead Man Walking“. An diesen muß sich „Ein wahres Verbrechen“ ob seines Sujets messen, allerdings unterliegt Eastwoods Film im direkten Vergleich. Eastwood fällt kein eindeutiges Urteil über den Sinn und Zweck der Todesstrafe, sondern stellt ihre Legitimation nur dann in Frage, wenn es sich bei dem Verurteilten um einen Unschuldigen handelt. Dies schwächt die Aussagekraft des Films.
Das Hauptinteresse des gealterten uramerikanischen Helden Clint Eastwood liegt augenscheinlich einmal mehr auf seiner Selbstpräsentation als kauziger aber charmanter Frauenheld und Womanizer mit einer Vorliebe für jüngere Frauen. Dies beschert dem Film ob Eastwoods gehobenem Alters einige unfreiwillig komische Szenen. Auch gegen Ende des Jahrhunderts ist Eastwood immer noch der draufgängerische Einzelgänger und Cowboy. Wer sich an diesem Rollentypus noch nicht satt gesehen hat, wird auch bei diesem Film auf seine Kosten kommen. Wer an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Problematik der Todesstrafe in den USA interessiert ist, wird bedauerlicherweise enttäuscht sein.

[so]