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Nirgendwo in Afrika

(D, 2001)



Regionalcode:    Land:     DVDs: 2
FSK:  
Länge: 135 min.

Verleih: Mc-One
Verkaufsstart: 07. November 2002
Verleihstart: 31. Juli 2002

Bildformat:

Tonformate: Deutsch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

 Bonusmaterial:
    -Audio-Kommentar mit Caroline Link, Peter Herrmann, Juliane Köhler und Benedict Mirow
    -Trailer
    -Still-Gallery
    -Making of (kommentiert von C. Link)
    - Interviews
    - Kenia Destination
    - Filmographien

Inhalt:
Die jüdische Familie Redlich emigriert 1938 nach Kenia, wo der Anwalt Walter Redlich (MERAB NINIDZE) als Verwalter auf einer Farm arbeitet. Während Ehefrau Jettel (JULIANE KÖHLER), Tochter aus gutbürgerlichem Hause, sich nur schwer an das neue Leben gewöhnt, blüht ihre einst schüchterne Tochter Regina (LEA KURKA / KAROLINE ECKERTZ) förmlich auf. Sie lernt die Sprache und Gebräuche und findet im einheimischen Koch Owuor (SIDEDE ONYULO) einen guten Freund. Doch der Verlust von Heimat und Verwandten und die Sprachlosigkeit darüber bedroht die Ehe von Jettel und Walter, und sie finden nur ganz langsam wieder zueinander. Als der Krieg endlich zu Ende ist, wird Walter eine Anstellung als Richter in Frankfurt angeboten. Aber nach all den Jahren, in denen sie das Leben in Kenia schätzen gelernt haben, ist es fraglich, ob Jettel und Regina ihn zurück nach Deutschland begleiten...
 


Die durchgängig überdruchschnittlich hohe Bitrate sorgt für ein angenehmes Ergebnis, dass jedoch trotzdem kein Meisterstück liefert. Leichte Unschärfen und Nachzieheffekte tauchen in detailreichen Szenen auf. Dafür jedoch gibt wirken die Farben sehr naturecht und kommen gut zur Geltung.

Obwohl der Film ein Drama ist hat er tontechnisch einiges zu bieten. Vor allem die Naturkulisse verteilt sich gut auf die Lautsprecher, vor allem der Heuschreckenangriff am Ende wirkt sehr überzeugend.

Das Bonusmaterial zeigt sich wieder sehr vielseitig. Der Audiokommentar wird gesprochen von Regisseurin Carolin Link, der Hauptdarstellerin Juliane Köhler, dem Produzenten Peter Herrmann und Benedict Mirow, der den Film ethnologisch betreut hat. Der Kommentar ist sehr detailreich und auch spannend, am Ende wirkt er jedoch abgehackt. Leider läßt hier die Tonqualität zu wünschen übrig, wosurch der Kommentar Stimmlebendigkeit einbüßt.
Das knapp 30 Minuten lange Making of besteht aus Filmszenen, Behind the Scenes-Material und Statement der Regisseurin. Das größte Mank, der deutliche Werbecharakter amerikanischer Standard-Making ofs, taucht hier zum Glück nicht auf, so dass durchaus ein Einblick in die Drehsituation in Kenia entsteht.
"Die Premiere" zeigt 12 Minuten lang Bilder von der Welturaufführung des Films in München. Auch hier kommen viele Produktionsbeteiligten zu Wort, allerdings auch andere Promis.
"Magical Kenya" ist ein 15 Minuten langer, englischsprachiger Beitrag über den naturraum Kenias. Deutsche Untertitel sind vorhanden.
Gut zehn Minuten lang gibt es verschiedene entfernete Szenen in nicht anamorpher Version. Zusätzlich gibt es auch hier einen Audiokommentar von Caroline Link.
Knapp 100 Minuten gibt es an Interviematerial mit den Beteiligten. Höhepunkt ist dabei die gut 30 Minuten lange Diskussionsrunde mit Link, Herrmann und Stefanie Zweig, der Autorin der Romanvorlage.
Die Castingvideos der Darsteller dauern nur etwa fünf Minuten und gehören nicht grade zum Interessantesten auf der DVD.
Einen Filmvergleich mit dem Storyboard gibt es zu der Szene, in der die Heuschrecken die Farm überfallen. Auch hier wieder Audiokommentar Carlone Link.
Die 19 Minuten lange Fotoshow wird begleitet von einem Kommentar des Produzenten Herrmann.
In dem Bereich Filmmusik finden sich vier Stücke des Soundtracks, zum Ton werden die passenden Notenblätter gezeigt.
Zusätzlich gibt es sehr ausführliche Texttafel-Biographien der Beteiligten und den Kinotrailer, sowie weitere Trailer zu den Filmen "Good Advice", "Bella Martha" und "Knallharte Jungs".
Mit seinen drei Stunden an Bonus-Material, das größtenteils auch sehr interessant ist, zeigt sich die DVD in diesem Bereich als weit überdurchschnittlich.

Erneut beweist das noch recht junge Label McOne nach "Nichts bereuen" und "Die Männer ihrer Majestät", dass ihnen ihre Kunden am Herzen liegen. Von der Qualität der DVDs dieses Labels könnte sich manch ein großes Studio eine Scheibe abschneiden, auch wenn die Bildqualität erneut keine Meisterleistung bietet. Der Ton hingegen ist sehr gut abgemischt, das Bonusmaterial präsentiert sich mit einer Fülle an Infos. Unser Tipp: Kann man bedenkenlos kaufen, die DVD lohnt sich.

[srs]