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American Werewolf

20th Anniversary Special Edition

(American Werewolf in London, An; USA/GB, 1981)



Regionalcode:    Land:    
FSK:  
Länge: 93 min.

Verleih: Universal
Verkaufsstart: 24. Januar 2002
  

Bildformat:

Tonformate: Deutsch: DD 2.0
Englisch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch

 Bonusmaterial:
    -Audio-Kommentar mit den Darstellern Griffin Dunne und David Naughton
    -Featurette "American Werewolf" - Behind the Scenes "Casting of the Hand" - Die technischen Effekte
    -Interviews mit John Landis Rick Baker
    -Outtakes
    -Still-Gallery
    -Storyboard

Inhalt:
In einem englisch Moor werden die beiden jungen amerikanischen Touristen David und Jack von einem Werwolf angefallen. Jack wird von dem Monster zerfetzt, David überlebt schwer verletzt und landet in einem Londoner Krankenhaus. Hier trifft er nicht nur auf die sympathische Schwester Alex, sondern auch auf den böse zugerichteten Geist von Jack, der ihn davor warnt, dass er sich beim nächsten Vollmond ebenfalls in eine reißende Bestie verwandeln wird. Nur Selbstmord wäre die einzige Lösung, doch das kommt für David nicht in Frage...
 


Die Bildqualität der DVD ist nicht gerade ein Hit, dafür, dass sie 20 Jahre alt ist kann sie sich aber durchaus sehen lassen. Unschärfen gehören zwar zur Tagesordnung und auch die Farben wirken nicht zeitgemäß, trotzdem hat der "American Werewolf" nie besser ausgesehen. Solide Qualität.

Der deutsche 2.0-Ton ist sehr dumpf und eindimensional. Selbst die Stereo-Qualitäten kann man anzweifeln. Der englische 5.1-Mix kann da eher überzeugen, obwohl auch dieser sich nicht gegen aktuellere Produktionen behaupten kann. Zumindest ist der Upmix sehr vorsichtig gemacht wurden, der englische Ton klingt dementsprechend räumlicher, zeigt aber auch keine Effektstärken.

Von einer "20th Anniversary Special Edition" kann man einiges erwarten. Diese Erwartungen werden jedoch leider nicht wirklich befriedigt. Der Audio-Kommentar der beiden Hauptdarsteller ist ganz nett, hat aber auch manche Länge, es fehlt deutlich der Regisseur. Der kann sich dafür im knapp 20minütigen Interview austoben, John Landis erklärt hier mit viel Enthusiasmus wie er auf die Idee zum Film kam und an einigen Schlüsselsequenzen, wie er diese umgesetzt hat. Dieser Bericht stellt mit den Erinnerungen des Make up-Künstlers Rick Baker, der in die gleichen Kerben wie Landis einschlägt, auch das Herzstück des Bonusmaterials dar.
Die Outtakes zeigen drei Minuten mißlungene Aufnahmen, die jedoch keinen Ton haben. Das "Hinter den Kulissen"-Feature erweist sich als fünfminütiger Werbefilm aus dem Entstehungsjahr des Films, der ein paar Szenen von den Dreharbeiten wiedergibt, wobei noch am interessantesten der Vergleich der Statements des jungen John Landis mit denen des 20 Jahre älteren ist. Das Ergebnis: Landis hat sich kein bißchen geändert. Das "Casting of the Hand" zeigt zehn Minuten lang unkommentiert wie Darsteller David Naughton von Rick Baker malträtiert wurde, um einen künstliche Kopie seiner Hand herstellen zu können. Diese Amateueraufnahmen sind zwar für Effekt-Interessierte bestimmt recht spannend, alle anderen dürften jedoch zum schnellen Vorlauf greifen. Leider sieht man nur wie der Abdruck hergestellt wird, dann aber nicht weiter was mit ihm passiert, ein wirklicher Einblick in die Entstehung der Effekte bleibt somit außen vor.
Abgerundetet wird das Bonus-Material durch eine nette Fotogallerie und einen typischen Storyboard - Filmvergleich.
Negativ fällt auf, dass es die DVD in zwei verschiedenen Ausführungen gibt, einmal im ganz normalen Amaray-Case, dann jedoch auch als limitiertes DigiPack, bei dem sich jedoch anscheinend kaum Mühe gemacht wurde. Ein Plastikschuber hällt hier die DVD in der Pappe zusammen. Die Aufmachung mag eine Geschmacksfrage im Endeffekt sein, nicht jedoch die Ausführung des Booklets, welches ein paar interessante Fakten enthält. Dieses wurde nur für das DigiPack hergestellt und ist für eine Amaray-Hülle zu groß, wodurch es automatisch bereits ab Herstellung gewellt wird.

Universal bietet hier eine völlig solide DVD-Fassung des Horror-Klassikers, für eine Special Edition zum 20jährigen Bestehen ist sie jedoch recht armselig. Das Bild und Ton nicht völlig überzeugen können kann man problemlos verzeihen, dem Bonusmaterial hapert es jedoch deutlich an Hand und Fuß. Ein ordentliches Making of fehlt genauso wie die Trailer, die auf der RC1-Fassung der Scheibe übrigens enthalten sind, auch eine richtige Dokumentation darüber, wie der Film das Horrorkino beeinflußt hat, wäre sehr interessant gewesen. Für echte Fans des Films ist der Kauf jedoch dennoch fraglos Pflicht, allein schon um die wunderbare Originalfassung des Films mal zu Ohren zu bekommen, denn in der deutschen Synchro ist doch so manches verschandelt.

[srs]